Erneut Hausdurchsuchungen in SH und HH

June 14th, 2007

Quelle spiegel.de:

” Bundesanwaltschaft lässt elf Objekte in Norddeutschland durchsuchen

Zufall oder nicht: Wenige Tage nach dem Gewaltexzess von Links-Autonomen bei der Anti-G-8-Demonstration in Rostock hat die Bundesanwaltschaft elf Objekte in Norddeutschland durchsuchen lassen - wegen des Verdachts der Bildung einer Terrorvereinigung.

Bundesanwaltschaft: Von Karlsruhe aus wird erneut gegen Linke ermittelt
Hamburg - Bundesanwaltschaft und Polizei haben heute wegen des Verdachts der Bildung einer linksextremistischen Terrorvereinigung elf Objekte in Hamburg und Schleswig-Holstein durchsucht. Es gehe um drei Brandanschläge von 2002, 2004 und 2006, sagte die Sprecherin der Bundesanwaltschaft, Petra Kneuer, in Kiel. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf militante Linksextremisten.

“Die Ermittlungen stehen nicht im Zusammenhang mit der bundesweiten Razzia in der autonomen Szene am 9. Mai oder den Ausschreitungen rund um den G-8-Gipfel”, erklärte Kneuer. Bei den Attacken in Bad Oldesloe, Glinde und Berlin wurden unter anderem Bundeswehrfahrzeuge angezündet. ”
Zur Demo:

Am Abend versammelten sich rund 600 Solidarische Menschen in Hamburg im Schanzenviertel, um gegen die neue Repressionswelle zu protestieren. Nach dem Hick-Hack um die Genehmigung der Spontandemo ging es gegen 21:00 schnellen Schrittes Richtung Feldstraße los.
Die Demo zog dann durchs Karoviertel, wo am Vormittag zwei der Durchsuchungen stattfanden. Dort stoppten die Bullen die Demo und mindestens eine Person wurde durch Reizgas verletzt. Dann ging die Demo weiter über die Feldstraße zum Pferdemarkt, am Sternschanzen-Bahnhof vorbei und dann aufs Schulterblatt zurück. Hier wurde die Demo von Veranstalterseite für beendet erklärt. Noch eine Stunde lang standen viele an der roten Flora, die Bullen räumten die Straße für den Verkehr. Das lief ziemlich friedlich ab, hier kam es zu keinen weiteren Provokationen.

Owbwohl die Demo sehr spontan war, sind viele UnterstützerInnen gekommen und haben sich laut und kraftvoll mit den Betroffenen solidarisiert! Sehr erfrischend war auch, dass eine Demo mal im schnelleren Tempo durch Hamburg ziehen kann!

http://de.indymedia.org/2007/06/184728.shtml

Antifa-Karte

June 13th, 2007

Ein kurzer Überblick über neonazistische Strukturen in Mecklenburg-Vorpommern.

Mecklenburg-Vorpommern (MV) war in der letzten Zeit verstärkt Schauplatz von neonazistischen Aktivitäten - darüber hinaus sitzt seit der diesjährigen Landtagswahl die NPD im Schweriner Parlament und verschafft dort auch den militanten sog. “Freien Nationalisten” eine Plattform zur Darstellung.
Diese Aktivitäten kommen nicht von ungefähr: seit Jahren betreiben Neonazis im Flächenland M-V eine nachhaltige Verankerung in der dortigen Gesellschaft - mit Erfolg. Durch das Aufgreifen der sozialen Frage durch die NPD, durch die Einbringung und Mitarbeit in Vereinen und Verbänden, durch das Ausrichten von Kinderfesten und Anbieten von kulturellen Angeboten ist es der NPD gelungen, Akzeptanz für ihre Positionen zu schaffen.Neben der gesellschaftlichen Verankerung durch sich bürgernah gebende Nazis existiert auch eine Struktur von und für die militante Neonaziszene mit subkulturellem Hintergrund - allerdings darf die Frage gestellt werden, ob Nazi-sein in manchen Gebieten MVs noch als Subkultur gilt oder schon längst als mainstream bezeichnet werden darf.
In MV ist es einfach, seine Nazi-Erlebniswelt mit dem notwendigen Zubehör auszustatten.
Konzerträumlichkeiten wie das Schloss in Boizenburg, betrieben u.a. von Thomas Wulff, der Werwolf-Shop in Wismar, der vor kurzem bundesweit bekannt wurde, als militante Nazis eine Antifademo mit Baseballschlägern angreifen wollten oder Nazi-Versände wie V7-Records in Plüschow bilden eine flächendeckende Struktur, die darauf abzielt, den Rahmen für eine gelungen Nazi-Sozialisierung zu bilden.
In der Tat haben sich in fast allen Städten und Gemeinden des nördlichen MVs aktive NS-Strukturen bilden können - und bilden eine permanente Gefahr für alle, die nicht in das menschenverachtende Weltbild der Nazis passen.
Insbesondere während der jetzt stattfindende Proteste sollten ortsunkundige Menschen in der Region sich umsichtig verhalten, um nicht Ziel von Naziangriffen zu werden.
Aus diesem Grund hat eine Gruppe von besorgten AntifaschistInnen ein englischsprachiges Faltblatt erstellt, welches zum einen in den regionalen Convergence Centern in Rostock, Hamburg und Berlin ausliegt und u.U. auch in den einzelnen Camps zu finden ist. Zum anderen ist dieses Faltblatt auch als ausdruckbare pdf-Datei vorhanden, welches sich so relativ einfach auch selbst anfertigen lässt.
Im Faltblatt finden sich die Adressen von Läden, Shops und anderen Objekten der regionalen NS-Struktur. Darüber hinaus finden sich dort Informationen genereller Natur zu angesagten Nazi-Labels, Codes und anderen Dingen.

Das Faltblatt findet ihr hier:
http://rapidshare.com/files/35089883/AFA_Action_MV_Karte.pdf.html
http://rapidshare.com/files/35090149/AFA_Action_MV_Agenda.pdf.html

Wir hoffen, dass unsere Gipfelgäste insbesondere in den benannten Regionen besondere Vorsicht walten lassen, um erholsame und entspannte Tage in MV zu erleben - und distanzieren uns natürlich von dem Gedanken, anhand dieser Karte auf die Idee zu kommen, faschistische Strukturen nachhaltig zu zerschlagen.
Take care - nie wieder irgendwas - HRO: sowas kommt von sowas!

Quelle: de.indymedia.org

Kein Naziaufmarsch in Schwerin

May 27th, 2007

BEAT IT!
(Wer Streit sucht, …)Für den 2. Juni hat die NPD in Schwerin einen Aufmarsch gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm angemeldet. Parallel dazu findet in Rostock die internationale Auftaktdemonstration diverser Anti-G8 Gruppen statt. Die Nazi-Demo ist als Höhepunkt der rechten Aktivitäten gegen den G8-Gipfel gedacht und wird voraussichtlich der größte Aufmarsch in Mecklenburg-Vorpommern (M-V), den die NPD seit ihrem Einzug in den Schweriner Landtag im September 2006 ausrichten will. Der Bundesgeschäftsführer und Landesvorsitzende der NPD Stefan Köster hat diesen Aufmarsch unter dem Motto „Es gibt keine gerechte Globalisierung – National statt Global“ für 1500 Neonazis angemeldet. Bei der Landtagswahl hatte die NPD 7,3% der Stimmen erzielt. Dieses Ergebnis kann unter anderem
als logische Konsequenz einer Politik auf Landesebene betrachtet werden, die kontinuierlich Engagement gegen Rechts massiv behindert, sei es nun durch Streichung von Geldern für z. B. antirassistische Projekte oder aber auch durch Kriminalisierung antifaschistischer Aktivitäten. War das
Geheul der anderen Parteien über den Einzug der NPD in den Landtag anfangs noch groß, ist es inzwischen leise geworden um den staatlichen „Antifaschismus“. Die Regierung M-V`s und die Bundesregierung hindert der Wahlerfolg der Nazis nicht daran, Gelder für zivilgesellschaftliche, antirassistische und antifaschistische Projekte in M-V und bundesweit weiterhin zu kürzen.

WORDS DON´T COME EASY:

(Kapitalismus von Rechts:)

Dass die Nazis versuchen sich verstärkt auf soziale Themen zu beziehen, ist nicht neu: Seien es die Freien Kameradschaften mit ihrer „Anti-Kap“-Kampagne oder eben die NPD mit ihrer Agitation gegen Sozialabbau und Hartz IV. Allerdings nehmen soziale Themen in der extremen Rechten zunehmend mehr Raum ein und die Nazis versuchen immer mehr Großaufmärsche in diesem Kontext durchzuführen. Am 1. Mai marschierten bundesweit ca. 4000 Neonazis auf sieben Aufmärschen unter
Mottos wie: „Sozial statt global - Wir fordern Arbeit im eigenen Land!“ (Neubrandenburg) oder „Heraus gegen die kapitalistische Wirtschaftsordnung!“ (Dortmund).
So ist inzwischen auch der G8 zu einem Schwerpunkt der NPD geworden. Sie stellen sich selber gerne als die einzig wahren Globalisierungsgegner_innen dar. Dabei ist ihr vermeintlicher Antikapitalismus nichts anderes als ein völkischer Kapitalismus, der vom antisemitischen Stereotyp des „schaffenden“ und „raffenden“ Kapitals ausgeht. Unter dem „schaffenden“ Kapital verstehen die Nazis eine national organisierte und kontrollierte deutsche Wirtschaft, die im Interesse einer
„deutschen Volksgemeinschaft“ handelt. Dem gegenüber stellen sie das „raffende“ Kapital: Hinter diesem soll sich das „internationale Finanzkapital“ verbergen, welches durch „Zinswucher“ und „Spekulantentum“ die nationalen Interessen des guten – „schaffendem“ – Kapitals untergräbt. Es lässt sich schon erahnen, worauf dieser ganze Quatsch hinausläuft: In diesem „Antikapitalismus“ befindet
sich hinter dem halluzinierten „internationalen Finanzkapital“ am Ende nichts anderes als das ebenso verschwörungstheoretische Konstrukt der „Ostküste Amerikas“, das bei den Nazis als Synonym für das „Weltjudentum“ steht. Die Nazis wenden sich in ihrem „Antikapitalismus“ also nicht gegen das Privateigentum an Produktionsmitteln und den als Machtstruktur alle Lebenslagen durchziehenden Kapitalismus an sich. Stattdessen setzen sie auf eine starke kapitalistische, aber eben national organisierte deutsche Volkswirtschaft – eben das „schaffende“ Kapital – vor allem auch als Gegenpol zu den USA. Diesen schreiben sie in plattestem Antiamerikanismus die Hauptverantwortung an der Globalisierung innerhalb eines personalisierten Kapitalismus zu. Mit einer solchen „Kapitalismuskritik“ bedienen sie nicht nur stumpfe antisemitische Stereotypen, sondern liefern auch eine falsche, aber einfache Lösung für die komplexen Zusammenhänge des Kapitalismus. Teilweise finden sich diese falschen und verkürzten Erklärungen auch bei einem Teil der Globalisierungsgegner_innen wieder. Umso wichtiger ist es emanzipatorische, linksradikale Inhalte auch innerhalb der Anti-Globalisierungsbewegung zu stärken und sich damit klar gegen Nazis und Antisemit_innen zu positionieren. Ein weiteres Problem wird in der Schwäche der radikalen Linken deutlich, nämlich Inhalte zu vermitteln. Wo nur noch durch Lifestyle und Dresscodes linke Popkultur verbreitet wird und keine klaren linksradikalen Inhalte mehr, besteht eine offene Flanke für verkürzte Kapitalismuskritik. Nur zu gerne übernehmen Nazis platte, pseudolinke Parolen und bedienen sich an Styles und Codes, die ursprünglich einer linken Subkultur zuzurechnen waren. Um dem zu begegnen ist es notwendig in eigenen Positionen weniger beliebig zu bleiben, sondern emanzipatorische Inhalte zu pushen. Daneben muss die radikale Linke wieder anfangen in die tagespolitischen Diskurse zu intervenieren. Sie muss Antworten für die vom Kapitalismus Desillusionierten liefern, um diese nicht der NPD und anderen faschistischen Gruppierungen zu überlassen. Rund um den G8-Gipfel muss die radikale Linke klar machen, dass die Nazis alles andere sind als Antikapitalist_innen und es immer noch die radikale Linke ist, die eben keine Alternativen zu der ganzen Scheiße hier hat, sondern komplett andere Perspektiven vertritt. Deshalb ist es wichtig nicht nur durch Präsenz in Rostock, sondern auch durch direkte Intervention gegen die Nazis in Schwerin aktiv zu werden. Es sollte durch ein offensives Auftreten klargestellt werden, dass es kein friedliches Nebeneinader von uns und den Nazis geben kann und wird. Wir erteilen allen Querfrontideen der Nazis eine handfeste Absage!

…NOTHING`S GONNA STOP US NOW!
(…bekommt ihn auch!)

Zur Auftaktdemo gegen den G8-Gipfel werden in nicht einmal hundert Kilometer Entfernung zu Schwerin mehrere zehntausende Menschen erwartet. Der linksradikale Block auf der Demo wird hoffentlich ein klarer und kraftvoller Ausdruck fundierter Kapitalismuskritik. Wir sehen in unserer Mobilisierung nach Schwerin keine Gefährdung dieser Demo oder gar eine Spaltung. Wir denken, dass einige tausend Antifas weniger im linksradikalen Block in Rostock nichts an einem starken
Ausdruck ändern würden. Sehr wohl aber würden diese in Schwerin fehlen! In Schwerin und anderen Orten in Ostdeutschland gibt es keine oder kaum Ansätze zivilgesellschaftlichen Engagements gegen Rechts. Und wenn es diese gibt, haben sie unter anderem gegen Mittelkürzungen sowie staatliche und bürgerliche Anfeindung zu kämpfen. Nicht nur in der letzten Zeit wurde deutlich, wie z. B. am 14. April in Wismar, dass unsere Genossen_innen vor Ort häufig allein stehen. Und das nicht nur gegen fest verankerte und gut organisierte Nazistrukturen, sondern auch gegenüber einer bürgerlichen Öffentlichkeit die dieses Problem resignierend hinnimmt oder gar als ein Teil des Problems gelten kann. Nicht zu vergessen sind die Bullen, die sich lieber an der Jagd auf Migrant_innen beteiligen, als sich mit rechten Straftaten auseinander zusetzten. Wir rufen deshalb dazu auf, sich durch eine starke Mobilisierung aus Norddeutschland solidarisch mit den Antifa-Strukturen vor Ort zu zeigen und setzen auf eine Vernetzung und Organisierung antifaschistischer Strukturen im Norden. Ob die Nazidemo staatlicherseits genehmigt wird ist unklar. Wir setzen aber auch nicht auf ein staatliches Verbot der Nazidemo, wir setzen auf entschlossene und direkte antifaschistische Intervention. Wir lehnen staatlichen Antifaschismus als heuchlerisches Getue ab. Es ist und bleibt dieser Staat, der durch seine rassistische Scheißpolitik gegen Migrant_innen hetzt, sie durch Residenzpflicht und andere Gesetze schikaniert und letztendlich durch Abschiebungen deren Tod bewusst in Kauf nimmt. Es ist und bleibt auch dieser Staat, der Entschädigungszahlungen an die Überlebenden des Nationalsozialismus verweigert und durch das Gleichstellen von Täter_innen und Opfern, Geschichtsrevisionismus betreibt. Auch wird es wieder die Exekutive dieses Staates sein, die am 2.Juni versuchen wird, die Nazis mit einem martialischen Bullenaufgebot zu schützen und antifaschistische Aktivitäten zu behindern. Wir laden Euch ein, gemeinsam mit uns am 2. Juni nach Schwerin zu fahren, um den Naziaufmarsch zu verhindern. Genug Zeit, um am linksradikalen Block in Rostock teilzunehmen bleibt, immer noch…

Weitere aktuelle Infos rund um die antifaschistischen Gegenaktivitäten in Schwerin findet ihr unter: www.demo-schwerin.tk auf de.indymedia.org und bei www.links-lang.de Infos über eine gemeinsame Anreise aus Hamburg, Infoveranstaltungen und News gibt bei:
www.tag.blogsport.de

INFOVERANSTALTUNG: MITTWOCH 23.5.2007 19.00 UHR ROTE FLORA HAMBURG

Nazis offensiv stoppen - Deutschland zerlegen - Kapitalismus abschaffen

[tag] hamburg
Supportet by: [aujah] - Autonome Jugendantifa Hamburg, Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen, Antifa Info Neumünster, Autonomer Aktions Zusammenhang, Antifaschistische Gruppe Pronto, Autonome Linke, LI*MO offene linke jugendgruppe rostock

Artikel der TAZ zur Schlägerei

November 14th, 2006

Türken gegen Nazis

Eine Massenschlägerei von rund 40 Menschen hat am Sonntagmorgen in Neumünster ein Großaufgebot der Polizei in Atem gehalten. Vor einer Gaststätte gegenüber des Bahnhofs waren 20 türkische Bürger und 15 bis 20 Anhängern der rechtsextremistischen Szene in Streit geraten, berichtete ein Sprecher der Polizei. Bald flogen Flaschen. Es wurde auch Reizgas versprüht. Als die Polizei mit 12 Streifenwagen-Besatzungen anrückte, hatte sich die Lage bereits weitgehend beruhigt. Zwei der Streitenden erlitten Platzwunden am Kopf und mussten ambulant im Krankenhaus behandelt werden.

Schlägerei zwischen Nazis und Türken in Neumünster

November 14th, 2006

Neumünster (ots) - Heute Morgen, kurz vor 06.00 Uhr, kam es vor
einer Gaststätte in der Neumünsteraner Innenstadt zu einer größeren
Auseinandersetzung zwischen 20 Türken und ca. 15-20 Angehörigen der
“rechten Szene”. Im Rahmen der Auseinandersetzung wurden Flaschen
geworfen sowie mit Reizgas gesprüht. Erst bei Eintreffen von 12
Streifenwagenbesatzungen beruhigte sich die Situation vor Ort. 2
Personen erlitten Kopfplatzwunden und mussten ambulant im Krankenhaus
behandelt werden. Bisher ist unklar, wer von den Gruppen die Ursache
für die Auseinandersetzung gesetzt hat. Ein umfangreiches
Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung/Gefährlicher
Körperverletzung wurde eingeleitet.
Kurz nach 07.00 Uhr hieß es dann für die Polizei: “Einsatzende” nach
einer langen Nacht.

Nazis greifen Jugendzentrum an

November 14th, 2006

*Pressemitteilung der Aktion Jugendzentrum e.V.*

Bei den letzten beiden Veranstaltungen der AJZ Neumünster am 13.10. und 3.11. kam es zu Straftaten von Personen des rechtsradikalen Spektrums, die zuvor in der nahe gelegenen Gaststätte „Titanic“ feierten.

Am Samstag den 14.10. näherte sich gegen 2 Uhr eine Gruppe von 8 Personen, die gerade die Gaststätte „Titanic“ verließen, dem AJZ Neumünster. Als die Gruppe die AJZ passierten beleidigten sie die davor stehenden Gäste. U.a. fielen Worte wie „euch sollte man vergasen“. Obgleich die Polizei gerufen wurde, mussten einige Verantwortliche des AJZs die Situation 15 Minuten lang beruhigen, bis die offensichtlichen Neonazis weiter zogen. Nach dem Ende der Veranstaltungen wurden zwei Besucher der AJZ weniger hundert Meter weiter verprügelt. Es wurde Anzeige erstattet.

Am Samstag, den 4.11. gegen 3:30 Uhr standen drei Personen vor der AJZ, als sie eine Gruppe von 10-15 Personen, die zuvor vor der „Titanic“ standen, auf sich zukommen sahen. Aufgrund deren aggressiven Gebahrens betraten die drei Personen die AJZ und hielten die Tür zu. Bevor die Tür verschlossen werden konnte, wurden zwei Scheiben der Tür eingetreten. Hierbei verlor eine Person ihren Schuh, wodurch einer der Straftäter kurze Zeit später von der Polizei eindeutig identifiziert werden konnte. In der Zeit zwischen dem Eintreten der Tür und dem Eintreffen der Polizei konnten mehrere Fotos gemacht werden auf denen eindeutig ein Deutschlandgruß zu sehen ist, welcher durch „Sieg Heil“-Rufe begleitet wurde. Die AJZ stellte Anzeige wegen Sachbeschädigung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Im weiteren Verlauf trat auch noch der stark alkoholisierte Wirt der „Titanic“ in Erscheinung in dem er die Besucher der AJZ fragte, wieso sie immer „solche Scheiße“ machen würden und den Menschen den Schuh klauen würden. Da dieser Thema kaum diskutierbar war, verlagerte er seine Anstrengungen darauf den Besuchern der AJZ nahe zulegen sich doch Arbeit zu suchen. Letztendlich wurde er von seinen Kameraden in ein Taxi gezerrt.

Wunsiedel

August 17th, 2006

Antifa-Demo in Itzehoe

May 18th, 2006

Unter dem Motto “Aufbruch in eine bessere Gesellschaft - Null Toleranz für Faschismus” findet am Samstag, den 20. Mai hier in Itzehoe eine Demonstration statt.
Treffpunkt ist um 12 Uhr am Berliner Platz.

5.5.:NPD-Kundgebung in HH

May 4th, 2006

Die Nazi-Kundgebung am Freitag, dem 05.05.06 ist für 19.00 - 22.00 Uhr auf einer Freifläche an der Kreuzung Knoopstraße/Eissendorfer Straße angemeldet. Eine antifaschistische Gegenkundgebung findet ab 18.00 Uhr auf dem Herbert-Wehner-Platz statt.

Beteiligt euch an den Gegenaktivitäten. Anschliessend könnt ihr dann im AJZ 35 Jahre AJZ feiern!

Server down

May 4th, 2006

Einige werden es sicherlich schon mitbekommen haben - unsere Seiten sind schwer zu erreichen. Offentsichtlich scheint es einen Versuch zu geben, antifa.net “auszuschalten” -  Durch einen denial of service angriff auf unsere Server. Wir arbeiten an einer Lösung.

Bis dahin bitten wir euch einfach um Gedult.